Zum Inhalt springen

Rentalpedia: Wissen zu Veranstaltungstechnik

Antworten auf typische Fragen zu Veranstaltungstechnik, Festinstallation und Ausschreibungen. Verständlich erklärt vom Team der Rentalmania GmbH aus Bergheim bei Köln.

Artikel nach Zielgruppe und Thema

6 Artikel

Glossar A–Z

Begriffe aus unseren Artikeln, kurz erklärt – jeweils mit Link zum ausführlichen Abschnitt.

Keine Rechtsberatung. Die Erklärungen geben einen allgemeinen Überblick. Zu Strom gilt: Unverbindliche Planungshilfe. Ausführung und Stromverteilung nur durch eine Elektrofachkraft.

A

Auflösung einer LED-Wand

Die Auflösung einer LED-Wand ergibt sich aus Größe und Pitch: Breite in mm ÷ Pixelpitch = Pixel in der Breite, ebenso für die Höhe.

B

Bedarfsposition und Wahlposition

Bedarfspositionen sind bei Bauleistungen nach VOB/A grundsätzlich nicht in die Leistungsbeschreibung aufzunehmen. Wo Wahl- oder Bedarfspositionen zulässig sind, sollten sie klar gekennzeichnet sein, und die Unterlagen sollten angeben, ob und wie sie in die Wertung eingehen.

Betrachtungsabstand

Mindestabstand: Pixelpitch in Millimetern ≈ Mindestabstand in Metern. Angenehmer Abstand: etwa das Zwei- bis Dreifache davon.

Bildgröße im Konferenzraum

Faustregel für die Bildgröße: Die letzte Sitzreihe sollte nicht weiter entfernt sein als etwa das Vier- bis Sechsfache der Bildhöhe. Werden oft Tabellen, Pläne oder kleine Schrift gezeigt, eher das Vierfache.

Bildwiederholrate (Refresh Rate)

Eine hohe Bildwiederholrate (Refresh Rate) verringert Flimmern im Kamerabild.

C

CEE-Anschluss

Rechnerisch bei 400 V Drehstrom: CEE 16 A rund 11 kVA, CEE 32 A rund 22 kVA, CEE 63 A rund 44 kVA, CEE 125 A rund 87 kVA. Rechnerisch ist das Scheinleistung (kVA); bei cos φ = 1 entspricht das kW. Das sind Maximalwerte bei voller Absicherung; nutzbar ist weniger, und die Last muss gleichmäßig auf die Phasen verteilt werden.

D

Delay-Line

In langen Sälen helfen zusätzliche, zeitverzögert angesteuerte Lautsprecher (Delay-Lines) für die hinteren Reihen.

DGUV Vorschrift 3

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen vom Betreiber regelmäßig geprüft werden (DGUV Vorschrift 3, Betriebssicherheitsverordnung).

DIN 15905-5

Bei Veranstaltungen mit lauter elektroakustischer Beschallung, etwa mit Band oder DJ, regelt die Norm DIN 15905-5 Maßnahmen zum Schutz des Publikums vor Gehörschäden.

DIN VDE 0100-711

Für elektrische Anlagen bei Veranstaltungen, Ausstellungen und Ständen gelten besondere Normen, etwa DIN VDE 0100-711 (Ausstellungen, Shows und Stände) und DIN VDE 0100-718 (Öffentliche Einrichtungen und Arbeitsstätten).

Drehstrom

Bei Drehstrom sollte die Last möglichst gleichmäßig auf die Phasen verteilt werden.

E

Echounterdrückung

Für hybride Meetings braucht es Mikrofone, die alle Plätze abdecken, etwa Decken- oder Tischmikrofone, und eine Echounterdrückung, damit die Gegenseite sich nicht selbst hört.

Eignungsanforderungen

Eignungsanforderungen wie Referenzen oder Nachweise sollten zum Auftrag passen und klar benannt sein.

Elektrofachkraft

Ausführung und Stromverteilung gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

F

Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD)

Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) sind ein wichtiger Bestandteil der Schutzmaßnahmen. Nach DIN VDE 0100-711 brauchen Endstromkreise bis 32 A einen RCD mit höchstens 30 mA Auslösestrom.

Festinstallation

Für Räume, die täglich genutzt werden, ist eine Festinstallation die passende Lösung. Rentalmania liefert und baut Ton-, Video-, Licht-, LED- und Konferenztechnik fest ein – für Konferenzräume, Veranstaltungsstätten, Gastronomie und öffentliche Gebäude – und wartet sie auf Wunsch.

Frequenzplanung

Eine saubere Frequenzplanung vor Ort verringert das Risiko von Störungen und Aussetzern. Sprechen Sie die Frequenzplanung bei Ihrer Anfrage an; wir beraten Sie gern. Bei Dry Hire ist der Nutzer für die Frequenznutzung selbst verantwortlich.

Fullservice und Dry Hire

Bei Rentalmania gibt es Veranstaltungstechnik im Fullservice mit Planung, Aufbau und Betreuung oder als Dry Hire zum Abholen.

Funkmikrofon

Drahtlose Mikrofone senden auf Funkfrequenzen, die in Deutschland geregelt sind. Viele Frequenzbereiche sind per Allgemeinzuteilung ohne Antrag nutzbar, manche für jeden, manche nur für die professionelle Produktion. Weitere Frequenzen teilt die Bundesnetzagentur auf Antrag zu.

G

GAEB

Viele Vergabestellen, vor allem bei Bau- und Einbauleistungen, stellen das LV im GAEB-Format bereit, damit Bieter es in ihre Software einlesen und das Angebot strukturiert zurückgeben können.

GAEB X83

Üblich sind GAEB X83 für das Leistungsverzeichnis zur Angebotsabgabe und GAEB X84 für das ausgefüllte Angebot, das der Bieter zurückgibt.

GAEB X84

Üblich sind GAEB X83 für das Leistungsverzeichnis zur Angebotsabgabe und GAEB X84 für das ausgefüllte Angebot, das der Bieter zurückgibt.

GEMA-Lizenz

Auch für Musik bei Firmenfeiern ist meist eine GEMA-Lizenz nötig, darum kümmert sich der Veranstalter. Für Musik im Livestream ist eine zusätzliche Lizenz nötig.

H

Handmikrofon

Handmikrofon: für Moderation, Publikumsfragen und spontane Beiträge.

Headset

Headset oder Nackenbügel: für Redner, die frei sprechen und die Hände brauchen.

Herstellerneutral

Ein gutes LV beschreibt, was die Technik leisten soll, nicht welches Produkt gekauft wird. Statt einer Typenbezeichnung stehen messbare Anforderungen im Text, zum Beispiel Bildgröße, Helligkeit, Pixelpitch, Anzahl und Art der Mikrofone, Schnittstellen oder Bedienkonzept.

Hybride Veranstaltung

Bei einem Livestream oder einer hybriden Veranstaltung ist zusätzlich eine eigene Mischung für die Online-Zuschauer sinnvoll.

I

Induktive Höranlage

Eine Höranlage, etwa eine induktive Höranlage, überträgt den Ton direkt in Hörgeräte. Für öffentliche Gebäude kann das vorgeschrieben sein.

K

Kabelbrücke

Kabel und Verteiler müssen für den Außeneinsatz geeignet sein; Kabelbrücken schützen Leitungen auf Laufwegen.

Kabinett (LED-Modul)

LED-Wände werden aus Modulen (Kabinetten) zusammengesetzt; die mögliche Größe richtet sich nach dem Kabinettmaß.

Konferenzkamera

Die Kamera sitzt idealerweise direkt über oder unter dem Display, damit Blickkontakt entsteht. Sie muss den ganzen Tisch erfassen; in größeren Räumen helfen Kameras mit automatischer Sprecher- oder Gruppenerkennung.

L

Lavalier (Ansteckmikrofon)

Ansteckmikrofon (Lavalier): dezent, z. B. für Interviews und Moderation.

Leistungsreserve

Planen Sie mit dem Maximalwert und rechnen Sie als Faustregel eine Reserve von etwa 20 bis 30 Prozent hinzu (Praxiswert).

Leistungsverzeichnis (LV)

Herzstück der Vergabeunterlagen ist das Leistungsverzeichnis (LV). Die Leistung ist so eindeutig zu beschreiben, dass alle Bieter sie gleich verstehen und ihre Angebote vergleichbar sind.

M

Mediensteuerung

Mediensteuerung: ein Touchpanel oder Tastenfeld, das Display, Ton, Kamera, Licht und Verdunkelung mit wenigen Tasten steuert.

Mischpult

Sobald mehr als ein oder zwei Mikrofone im Einsatz sind, ist ein Mischpult mit Techniker meist die sicherere Wahl. Der Techniker öffnet Mikrofone rechtzeitig, regelt Lautstärken, verhindert Rückkopplungen und startet Einspieler.

Moiré

Je nach Pitch, Kameraabstand, Brennweite und Fokus können im Video Moiré-Muster entstehen.

N

Nachhall

Ein großer Teil der Verständlichkeit hängt an der Raumakustik: Glas, Beton und kahle Wände erzeugen Nachhall, der mit Akustikelementen deutlich verringert werden kann.

Nebenleistungen

Nebenleistungen: Transport, Auf- und Abbau, Verkabelung, Inbetriebnahme, Einweisung, Dokumentation.

O

„Oder gleichwertig“

Marken- oder Produktnennungen sind nur ausnahmsweise zulässig, in der Regel mit dem Zusatz „oder gleichwertig“. Ohne diesen Zusatz geht es nur, wenn der Auftragsgegenstand die Vorgabe sachlich rechtfertigt, etwa die Anbindung an vorhandene Technik; das ist zu begründen und zu dokumentieren.

Outdoor-LED-Wand

Im Freien bei Tageslicht braucht eine Wand dagegen ein Vielfaches an Leuchtdichte, dazu Schutz gegen Regen und Wind. Für Outdoor-Einsätze kommen deshalb eigene, wetterfeste Modelle zum Einsatz.

P

Pixelpitch

Der Pixelpitch (auch Pixelabstand) gibt in Millimetern an, wie weit die Mittelpunkte zweier benachbarter Pixel auseinanderliegen. Je kleiner der Wert, desto mehr Pixel pro Fläche und desto näher kann man vor der Wand stehen, ohne einzelne Pixel zu sehen.

S

Schnittstellen

Viele Probleme entstehen nicht bei der Technik selbst, sondern an den Übergängen: Wer liefert Strom und Netzwerk? Wer stellt Inhalte bereit? Wer übernimmt die Abstimmung mit anderen Gewerken? Ein gutes LV legt diese Schnittstellen ausdrücklich fest.

Schuko

Eine Schuko-Steckdose ist meist mit 16 A abgesichert, das sind rechnerisch rund 3,7 kVA (≈ kW bei cos φ = 1) – im Dauerbetrieb sollte deutlich weniger geplant werden.

Schwanenhalsmikrofon

Schwanenhals am Rednerpult: für Vorträge vom Pult.

Sprachverständlichkeit

Faustregel: Sprache soll überall gut verständlich sein, nicht überall laut. Dafür sind mehrere verteilte Lautsprecher oft besser als zwei sehr laute an der Bühne.

Strom und Internet am Messestand

Strom- und Internetanschlüsse werden bei den meisten Messen über den Service der Messegesellschaft bestellt – oft mit Fristen. Für Streaming und interaktive Anwendungen ist ein kabelgebundener Netzwerkanschluss zuverlässiger als WLAN, weil in Messehallen viele Funknetze parallel laufen.

Stromaggregat

Im Freien fehlen oft ausreichende Anschlüsse. Dann kommt ein Stromaggregat zum Einsatz. Größe, Standort (Abgase, Lärm), Kraftstoff, Erdung und Schutzmaßnahmen müssen von einer Elektrofachkraft geplant werden.

T

Technische Richtlinien (Messe)

Die Messen begrenzen die Lautstärke an den Ständen; die Vorgaben stehen in den technischen Richtlinien.

V

Vergabeunterlagen

Öffentliche Auftraggeber schreiben solche Leistungen aus. Herzstück der Vergabeunterlagen ist das Leistungsverzeichnis (LV).

Videoprozessor

Ein Videoprozessor kann zwar skalieren, aber passgenaue Inhalte sehen am besten aus.

Vorbemerkungen

Vorbemerkungen: Ort, Termine, Nutzung, Rahmenbedingungen (Zufahrt, Lastenaufzug, Arbeitszeiten, Ansprechpartner).